Das Et-Zeichen, auch Kaufmanns-Und und im Englischen Ampersand genannt, ist eine »besonders innige Buchstabenverschmelzung« (Tschichold) der Buchstaben e und t (lateinisch et = »und«). Als Frühform taucht es erstmals 79 n. Chr. auf und kann als ein Liebling der Schriftgestalter angesehen werden.
»Bei den meisten Et-Zeichen in zeitgenössischen Schriften handelt es sich um uninspirierte, plumpe Brezeln.«
(Robert Bringhurst in The Elements of Typographic Style)
Robert Bringhurst berichtet von Christoph Plantin, der zum Teil vier verschiedene Et-Zeichen in einem Absatz verwendete. Gleichzeitig kritisiert er, daß aus der einstigen Formenvielfalt heutzutage oft nur die »uninspirierte Brezel« übrigbleibt.
Daß auch heute noch schöne Formen zu finden sind, zeigen die folgenden Beispiele:
&Et-ZeichenShift+6⇧+6Im Text wird das Et-Zeichen heutzutage nicht mehr verwendet. Im Deutschen ist es offiziell nur in Firmennamen gültig, laut Forssman/de Jong in Detailtypografie allerdings »auch sonst, wo es Spaß macht«. Meist wird es in Displaygrößen verwendet, weshalb Bringhurst rät, das schönste auszuwählen, das die Schriftart bietet, gerne auch das meist spannendere kursive in aufrechtem Kontext (Siehe Satz des Et-Zeichens oben).
Eine besonders ausführliche Abhandlung zum Et-Zeichen stammt von Jan Tschichold: In »Formenwandlung der Et-Zeichen« (Komplett enthalten in Schriften 1925–1974 Band 2) wird auch die von einer Tironischen Note abstammende Sonderform erläutert.












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Kommentare (8) [abonnieren]
erstmal vielen Dank für deine interessanten Beiträge!
Was mir hier an den Beispielen jedoch auffällt: ein Zeichen, das niemand erkennt, bringt auch nix - ich hätte bei Zeichen links unten (Beckam Script) ohne die anderen Zeichen außenrum wohl niemals erkannt, dass es eine Form des & sein soll…
Viele Personen die ich kenne würden auch die meisten anderen der abgebildeten Formen nicht erkennen, einfach weil man die »&«, bei denen man das e und t noch *erkennt* inzwischen fast ausgestorben sind im »Alltagsschriftbild«. Schade eigentlich.
Ich bin mir sicher, dass Du alle et-Zeichen im Kontext mit umschließendem Text durchaus erkannt hättest :)
Ich schließe mich Gerrit an und denke, daß der Kontext auch die etwas extravaganteren Zeichen erkennbar werden läßt:
Trotzdem ist der Einwand berechtigt. Ein Typograph muß abwägen, welches Et-Zeichen das richtige ist. Je nach dem, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie eindeutig und schnell erkennbar es sein muß, sollte auch die Schrift und das Et-Zeichen gewählt werden.
»Bei den meisten Et-Zeichen in zeitgenössischen Schriften handelt es sich um uninspirierte, plumpe Brezeln.«
Hihi, toller Beitrag. :-)
Die Anwaltskanzlei STANGE & KOLLEGEN
hat auch eine sehr schöne Variante:
http://www.stange.de
Beste Grüße in die Runde,
Boris
Danke für den Link auf AmpDaily!
Viele Grüße,
Philipp Schmitt
http://twitter.com/ampdaily
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Liebe Grüße
conpsy
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